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formteam Schorndorf - Produktdesign und Kommunikation
  • Treibstoff erfolgreicher Produktentwicklungen ist das Wissen, was der Kunde möchte.
  • Der Designprozess ist wichtiges Arbeitsmittel bei der Produktentwicklung.
  • Verschiedene Detailansichten des Einbau-Komplettsystems Laundry Area von Hailo.

Nichts dem Zufall überlassen

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Treibstoff erfolgreicher Produktentwicklungen sind nicht allein bestimmte Technologien, sondern vor allem das Wissen, was Kunden möchten. „Der Kunde ist König“ ist eine alte Weisheit, die aktueller denn je ist. Kundenwünsche und -bedürfnisse zu antizipieren, interpretieren und in bessere Produkte umzusetzen ist die Kompetenz von Produktdesignern.

Prof. Dr. Franz Liebl, Professor für Strategisches Marketing, brachte es vor rund 10 Jahren schon auf einen ziemlich guten Nenner:
„Manager können gut Probleme lösen und Prozesse optimieren. Designer begreifen den Kunden als subjektives Wesen und lernen, sich in Kunden einzufühlen. Designer können Managern helfen, die Zahl der Variablen zu verringern und den Kunden wieder mehr in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen zu stellen.“

Wichtigstes Werkzeug der Produktdesigner: der Designprozess, der nicht nur ein kreativ gestalterischer, sondern primär ein strategie- und problemlösungsorientierter Prozess ist. Mit den qualitativen Methoden aus dem Designprozess können wir Unternehmen zielgerichtet bei ihrer Produktentwicklung begleiten. Ein Beispiel dafür ist die gemeinsame Produktentwicklung der „Laundry Area“ mit Hailo.

Unsere Projektaufgabe
Wenn Wohntrends sich verändern, dann müssen Hersteller ihre Einrichtungskonzepte überdenken. Das trifft auch auf den in den letzten Jahren anhaltenden Trend zu offenen, ineinanderfließenden und dabei immer stets aufgeräumt wirkenden Wohnräumen zu. Ist der Wohnraum in Metropolen begrenzt und kaum bezahlbar, sind funktionale Ideen seitens der Hersteller gefordert. Unser Auftraggeber sah sich vor der Herausforderung ein Ordnungssystem für den Wäschekreislauf im Haushalt neu entwickeln. Wohin mit Wäsche, Bügeleisen oder anderen Utensilien zur Wäschepflege?

Glücklich kann sich schätzen, wer über einen separaten Haushaltsraum verfügt und dort ausreichend Platz hat, alles irgendwie zu verstauen. Und was ist, wenn dieser nicht vorhanden ist? Oder, wenn dieser gleichzeitig Speisekammer und Werkstatt ist und somit wiederum wenig Platz bietet?

Es gilt also eine intelligente Lösung zu finden, die verschiedene Aspekte verbindet:

  • Begrenzter (Wohn-)raum 
  • Sinnvolle, zweckmäßige Ordnung 
  • Komfortables Verstauen 


Wir kennen nun die Ausgangslage und wissen, welche Probleme zu lösen sind. 

  • Das neue Produkt muss sich kompakt in den vorhandenen Wohnraum einfügen und modular nutzbar sein.
  • Wäsche und Zubehör sollen möglichst unsichtbar, ordentlich und hygienisch verstaubar sein. 
  • Die Gesamtkonstruktion muss in sich stabil und sicher aufgebaut sein.
  • Das neue Produkt muss einfach, und ohne größeren Aufwand in Hoch- und Unterschränke gängiger Hersteller montiert werden können. Technische Details wie Positionen von Schrankscharnieren o. ä. müssen dabei berücksichtigt werden, damit die Module flexibel je nach Höhe eingesetzt werden können. 
  • Die jeweiligen Behälter müssen mobil und flexibel nutzbar sein, damit der Inhalt (beispielsweise die Wäsche) transportiert werden kann.
  • Daraus folgt, dass das zu verwendende Material leicht, aber dennoch belastbar und leicht zu reinigen sein muss.
  • Um den Behälter für den Benutzer bequem tragbar zu gestalten, müssen Box und Griffe ergonomisch geformt sein. 


Und so kommt eine Anforderung zur nächsten…

Werkzeug Designprozess
Wie man sieht, müssen viele Faktoren in der Produktentwicklung erkannt und beachtet werden. Kundenbedürfnisse als auch wirtschaftliche Zusammenhänge müssen berücksichtigt werden. Das ist vielschichtig, anspruchsvoll und funktioniert ganz sicher nicht ohne Struktur. Eine systematische Herangehensweise ist erforderlich - und steht übrigens in keinem Widerspruch zu kreativem Denken. Design ist immer ein Prozess, in dem wir methodisch und diszipliniert vorgehen.

Am Beginn eines jeden Designprojekts stehen klassischerweise Analyse und Konzeption. Hier überlegen wir gemeinsam mit dem Auftraggeber, welche die wichtigsten Ziele und Aspekte des Projektes sprich der Produktentwicklung sind. Immer im Fokus – der Anwender mit seinen Bedürfnissen und Wünschen. Der Anwender ist Ausgangspunkt und Zielgruppe zugleich.
Auf der Grundlage aller Inputs und einer produktbezogenen Analyse werden prinzipielle Designlösungskonzepte erarbeitet.

Im Normalfall stellen wir in der folgenden Phase der Designentwicklung 2-3 mögliche Lösungswege meist anhand von Sketches vor. Unter Beachtung gestalterischer, funktionaler, herstellungstechnischer und wirtschaftlicher Aspekte wird gemeinsam mit dem Auftraggeber eine Vorzugslösung ausgewählt.

Die erarbeiteten Entwicklungsergebnisse werden in der Umsetzung mittels CAD detailliert und überprüft. Ein Modellbau (Mock-Up) ermöglicht die Kontrolle des Volumens und vermittelt einen ersten haptischen und visuellen Eindruck. In dieser Phase wird die Gestaltung verfeinert und in Zusammenarbeit mit dem Entwicklerteam des Kunden bin hin zu endgültigen Form ausgearbeitet. Auf Wunsch fertigen wir zur Überprüfung des Entwurfes und endgültigen Entscheidungsfindung oder aber für Präsentationszwecke (Messen etc.) ein maßstäbliches Designmodell.

Alle gewonnenen Ergebnisse fließen anschließend in die weitere 3D-Konstruktion ein, werden entsprechend aufbereitet und nach finaler Abnahme an den Auftraggeber für die Konstruktion, den Werkzeugbau und die Serienproduktion übergeben.

Innovative Produktentwicklung überlässt nichts dem Zufall

In diesem Projekt hat die Zusammenarbeit wieder gut funktioniert. Das Team, bestehend aus Menschen mit unterschiedlichen Talenten, Fähigkeiten und Blickwinkeln, ist gut aufeinander eingespielt. Jeder bringt sein Know-how ein und denkt immer auch ein wenig in den Dimensionen des anderen. Damit wächst das Verständnis als auch die Qualität der Zusammenarbeit. Angewandte Methoden des Designprozesses helfen uns, eine bewusste Auswahl und zielgerichtete Entscheidungen zu treffen.

Entstanden ist ein Einbau-Komplettsystem rund um den Hauswirtschaftsraum bzw. die Wäschepflege. Der 2016 vorgestellte Prototyp der Laundry Area stieß im Markt auf großes Interesse. Auf der interzum 2017 präsentierte Hailo nun das Einbau-Komplettsystem bestehend aus verschiedenen Modulen.

Ein schöne Aussage von Martin Mies, dem Bereichsleiter von Hailo Einbautechnik, soll diesen Blogartikel beenden: „Wir werden auch in Zukunft genau hinschauen, wie sich das Nutzungsverhalten von Menschen ändert und dann mit entsprechenden Komponenten auf diese Entwicklung reagieren. Im Fokus stehen … das Bedürfnis und der Wunsch des Nutzers.“

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