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formteam Schorndorf - Produktdesign und Kommunikation
  • kreative Methode zur Innovationsentwicklung
  • Wir erforschen die „User Experience“(UX)
  • Design Thinking ist Methode und Denkansatz zugleich.
  • Design Thinking ist gelebte Praxis in unseren Produktdesign-Prozessen

Design Thinking - Methode und Denkansatz

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Als neue kreative Methode zur Innovationsentwicklung gilt Design Thinking. Naja, ganz so neu ist die Methode nicht, zumindest nicht für uns Industriedesigner. Bei unserer Arbeit nutzen wir schon länger die Methode des Design Thinkings. Dabei begeben wir uns in die Nutzerperspektive, um wahrzunehmen, anzufassen und zu erleben. Wir erforschen die „User Experience“, decken Probleme auf und versuchen diese kreativ und innovativ zu lösen.


Worum geht es beim Design Thinking?

Tim Brown
, CEO der internationalen Innovations- und Designberatung IDEO hat es einmal so formuliert:

„Design Thinking ist ein am Menschen orientierter Innovations-Ansatz, der die Designer-Werkzeugkiste auf die menschlichen Bedürfnisse anpasst und dabei gleichzeitig die technologischen Möglichkeiten sowie den Geschäftserfolg berücksichtigt.”

Design Thinking ist Methode und Denkansatz zugleich. Komplexe Probleme oder Aufgabenstellungen sollen mithilfe des Design Thinking Ansatzes mit viel kreativem Potential systematisch gelöst werden. Als Methode bietet dieser Ansatz eine Vielzahl von Tools, Vorgehensweisen und Einzel-Methoden, wie kreative Prozesse systematisch gestaltet werden können. Es gilt die richtigen Fragen zur richtigen Zeit zu stellen. Beispielsweise: Löst meine Idee wirklich ein Problem?

Wichtigstes Kriterium bei der Entwicklung ist das Bedürfnis des Endkunden, dem sogenannten „human centered development“-Ansatz. Ausgerichtet ist dieser Prozess gezielt auf den späteren Nutzer. Seine Wünsche und Bedürfnisse werden mit der Methode des Design Thinkings sichtbar gemacht. Im Ergebnis resultiert daraus, dass Lösungen und Innovationen näher am Nutzer geschaffen werden und „Kundennutzen“ generiert wird.


6 Schritte im Design Thinking


Der eigentliche Design-Thinking-Prozess läuft in sechs Schritten ab:

Verstehen (Understand)

Der Design Thing Prozess startet mit damit, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, welches die eigentliche Aufgabenstellung ist. Verschiedene Orientierungsfragen helfen das Arbeitsfeld zu definieren und abzugrenzen mit dem Ziel der richtigen Fokussierung der Arbeit.

Beobachten (Observe)

Hierbei geht es darum, ein Gefühl für den späteren Nutzer und seine Situation zu gewinnen. Wir betreiben Feldforschung, um die Bedürfnisse des potentiellen Kunden auszuloten. Was denken diese und was könnten sie zu der Problemstellung sagen?

Synthese definieren / Point of View

Alle gewonnenen Eindrücke werden anschließend verdichtet, teilweise visualisiert und ein Gesamtbild abgeleitet. Die wichtigsten Punkte und Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Lösung des Bedürfnisses, für das Produkt.

Ideen finden / Ideation
In diesem Teilprozess sind kreative Ideen gefragt. Es dürfen verschiedene Lösungsansätze „gesponnen“ werden – mit Worten, Skizzen, Bildern. Aus einer Menge an Ideen haben wir die vielversprechendsten bezüglich Attraktivität, Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit ausgesucht. Sobald das Setup unseres Produktes feststeht, starten wir mit Elan in die Prototypingphase.

Prototypen entwickeln / Prototyping
Ein wesentlicher Aspekt im Design Thinking Prozess ist das Prototyping. Hierbei werden detailiertere Prototypen entwickelt, mit denen wir das Feedback vom Kunden und den Stakeholdern einholen. Um möglichst früh im Entwicklungsprozess wertvolle Einsichten aus der Sichtweise des Kunden zu gewinnen und vorhandene Schwächen aufzudecken, heißt es im nächsten Schritt testen, testen, testen.

Testen / Testing

Auf Basis der durch Prototypen gewonnenen Einsichten wird das Konzept weiter verbessert und verfeinert, bis ein optimales und nutzerorientiertes Produkt entstanden ist.


Erfolgsfaktoren

Design Thinking ist ein iterativer Prozess, bei dem erwünscht ist, dass man gedanklich zurückspringt, wenn neue Fragen auftreten, man beispielsweise Ideen nochmals hinterfragt oder den Prototypen ein weiteres Mal anpassen muss.

Fail often and early

Fehler machen und daraus lernen ist gewünscht im Design Thinking. Besser früh im Prozess Fehler oder Schwächen entdecken, um später wertvolle Ressourcen zu sparen.

Deadlines

In jeder Phase des Prozesses ist es hilfreich Fristen oder fixe Zeitfenster vorzugeben. Der Drang nach Perfektion wird dadurch im Rahmen gehalten, Ergebnisse werden produziert.

Kundenfeedback

Durch die Einbindung des direkten Kundenfeedbacks können Probleme besser verstanden und Lösungen direkt validiert werden.


Design Thinking - Wieder so ein Buzzword? 

In verschiedenen Branchen immer mal wieder neu entdeckt, ist Design Thinking für uns kein aktuelles Modewort, sondern gelebte Praxis in unseren Produktdesign-Prozessen. Wir wechseln gerne die Perspektive und betrachten Objekte, Situationen und Umgebungen aus dem Blickwinkel des zukünftigen Anwenders. Leider wurde und wird Design nur allzu oft mit dem „Verschönern“ von Produkten missverstanden. Dabei werden in unseren Produktdesignprozessen in aller Regel Probleme gelöst und durch kreative Techniken zielgerichtet Innovationen entwickelt. Denn nur so ist es möglich bedürfnisgerechte, zukunftsfähige Produkte zu entwickeln und zu gestalten.
(Alles Andere könnte bedeuten Produkte zu entwickeln, die so kein Mensch braucht.) 

Ist Design Thinking nun Hype, Arbeitsweise oder einfach nur kreative Sichtweise? Das darf jeder für sich selbst definieren. In jedem Fall kann Design Thinking - richtig angewendet - helfen, neue Ideen zu generieren und diese auch richtig zu evaluieren.