formteam Social Media formteam Schorndorf formteam Schorndorf Facebook formteam Twitter Schorndorf formteam Schorndorf Google+ formteam XING formteam Schorndorf XING
formteam Schorndorf - Produktdesign und Kommunikation
  • Das Tagesgeschäft von Industriedesignern

Das Tagesgeschäft eines Industrie-Designers

Facebook Twitter Xing Google Mail

Was macht man als Gestalter den ganzen Tag? 

Die Vorstellung vom tagelangen Zeichnen von Hüllen um ein Produkt, bis die ansprechendste Form (der vermeintliche Verkaufsrenner) gefunden ist, trifft so nur in wenigen Fällen zu. Wir Industriedesigner machen Produkte nicht einfach nur schön. Neben der Ästhetik spielen vor allem Nutzerfreundlichkeit und Innovation wesentliche Rollen. 


Erfolgsversprechend ist es daher - und in steigender Häufigkeit zu beobachten - den Designer früh in eine Produktentwicklung einzubinden. Denn Produkte werden heute von langer Hand geplant. Sie sind ganz sicher keine Bauchgefühle oder die sogenannten „Schnellschüsse“. Sie passen zum bestehenden Portfolio, in eine ausgearbeitete Strategie, zu einer vorher definierten Zielgruppe oder in eine vorhandene Nische im Marktsegment des Auftraggebers.
Je nach Komplexität eines Produktes ist sein Entwicklungszeitraum von wenigen Monaten bis hin zu einigen Jahren möglich. Dies stellt die Produktentwicklung auf Kundenseite als auch uns Industriedesigner vor eine gewisse Schwierigkeit. Alle Annahmen die wir in der Entwicklung treffen und als Eckpfeiler für die Platzierung des Produktes erarbeiten müssen auch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und über die angepeilte Lebensdauer des Produktes hinweg funktionieren.

In den frühen Phasen der Entwicklung beschäftigen wir uns weniger mit der äußeren Form des Produktes als vielmehr mit der Strategie hinter dem Produkt. Elementar ist, dass wir viele Fragen stellen: Was kann das Produkt? Welches Problem löst das Produkt? Auf welche Weise tut es dies? Für wen soll es diese Funktion haben? Wie wird es bedient? Wer bedient es? In welchem Umfeld findet die Nutzung statt?...
Die Antworten auf manche dieser Fragen sind vom Kunden bereits gefunden, andere werden gemeinsam erarbeitet. Wieder andere Fragen beantworten wir für unsere Kunden und geben ihnen verschiedene Lösungswege vor. Das zählt zu unserer Expertise.

Steht dieses Grundgerüst der Analyse, steht zumeist auch bereits eine technische Vorgabe. Ein Rahmen, in dem wir uns bewegen können, um dem Produkt Gestalt zu geben. Auch in dieser Phase arbeiten wir nicht „frei von der Leber weg“ wie man so schön sagt, sondern bauen auf die bereits erarbeiteten Ergebnisse. Haben wir die Frage „Wie soll das Produkt bedient werden“ theoretisch erörtert und nach bestimmten Gesichtspunkten bewertet, folgt natürlich auch hier die Formgebung dieser Vorarbeit. Diese Gesichtspunkte können beispielsweise sicherheitstechnischer oder zielgruppenspezifischer Natur sein. Gibt es Vorgängerprodukte und daher Erfahrungswerte oder handelt es sich um eine Neuentwicklung? Welche Marktbegleiter gibt es und in welchem Maße können diese Ihre Produkte absetzen?

Die Bewertung erfolgt hierbei stets nach objektiven, oft auch quantifizierbaren Maßstäben. Wir Industriedesigner versuchen uns von unseren eigenen subjektiven Vorlieben nicht beeinflussen zu lassen, denn die allermeisten Produkte gestalten wir ja nicht für uns selbst, sondern für eine vorher festgelegte Nutzergruppe. Deren Bedürfnisse sind unsere maßgeblichen Zielsetzungen.

Die Königsdisziplin und aufmerksamkeitsträchtigste Tätigkeit des Industriedesigners bleibt die Formgebung eines Produktes, dies steht außer Frage. Im Entwicklungsprozess ist diese Phase sicherlich auch die, in die das meiste Herzblut des beschäftigten Designers fließt. Dieses Stadium, in dem es sich um formale Details dreht, verschiedene Formvorschläge miteinander konkurrieren und etwas Neues erschaffen wird, bleibt für uns die spannendste Phase des Projektes. Sie folgt aber, wie oben beschrieben, klaren und nachvollziehbaren Regeln und ist meist weder Anfang des Prozesses noch Ende, sondern tragender Mittelteil der Designentwicklung.

Die Arbeit ist noch nicht getan…
Bald geht es weiter mit Teil 4 unserer Beitragsreihe „Was macht ein Designer“.


TEIL 1 - Industriedesign - was ist das eigentlich?
TEIL 2 - Ist Design Kunst?